Möbel
Möbel – ein Begriff, viele Be- und Umschreibungen – aber nur ein Ziel: Wohlfühlen.
Möbel sind aus unserem täglichen Leben nicht mehr wegzudenken. Ohne sie würde vieles nicht mehr funktionieren.
Aber wo haben die Möbel ihren Ursprung, was war der Hintergedanke und welche Epochen, Zeiten und Richtungen haben sie durchlebt?
Bereits in der Steinzeit wurden Hölzer, Steine und andere Rohstoffe als unterstützende, Hilfe leistende Tätigkeiten eingesetzt. Vielmals auch schon in Kombination.
Die eigentliche Möbelzeitrechnung begann vor allem hier in Deutschland mit dem Zeitalter der Romantik. Mit Karl dem Großen und dem Beginn der Bildung von Bürgerschichten begann auch die Epoche der Möbelneuzeitrechnung. Klobige, klotzartige und unförmige Stilrichtungen waren der Ursprung heutiger, wunderschöner und moderner Möbel. Der Mangel an Wissen war für die unschönen, zweckorientierten Möbel, der Ausgangspunkt. Know-How, wie es in der heutigen Möbelindustrie vorherrscht, war nicht ansatzweise erkennbar. Trotzdem ist genau diese Epoche die Grundlage und der Basis schaffende Ausgangspunkt für alle folgenden Zeitrechnungen, Epochen und Stile.
Einfache Bauweisen, Verbindungen von Holz untereinander und genaue Holzbearbeitung waren nicht existent. Das Möbelsortiment umfasste lediglich Tische, Stühle und Truhen. Verzierungen, Malereien und Schnitzereien waren keltisch und germanisch geprägt – aber nicht sonderlich ausgeprägt.
Auf die Romantikepoche folgte zwischen dem 12. und 15. Jahrhundert die Gotik – stark prägend durch Kirche mit aller Dominanz. Es war eine Zeit, in der die ersten Zünfte entstanden, ebenso die ersten Bauhäuser. Man beachte, dass während dieser Zeitepoche das immer noch gültige Ausbildungskonzept erschaffen wurde. Handwerksberufe in Konstellation des Meisters, gefolgt vom Gesellen bis hin zum Auszubildenden – dem Lehrling. Mathematik, erfasstes Wissen aus Jahrhunderten der Kreuz- und Ritterzüge, war schließlich die Wurzel der Möbelverfeinerung, Präzision und Erweiterung.
Kastenmöbel, Betten mit Baldachin (entspricht ansatzweise einem heutigen Himmelbett) und Aufbewahrungsmöbel waren die wichtigsten Möbel.
Es war um das 15. Jahrhundert herum: die Renaissance hielt Einzug in Europa. Die Zeit der Wiedergeburt, aber auch die Zeit des stark wachsenden Handels. Eine Zeit, die veränderte. Eine Zeit, die für den Fortgang der Möbelherstellung steht, wie keine andere Epoche. Zweckmöbel wurden verändert, vor allem in optischer Hinsicht. Der Tisch sollte repräsentieren, nicht nur dem Zweck zum täglichen, gemeinsamen Mahl erfüllen. Untergestellte und Tischplatten wurden zu mit wunderschönen, eleganten und prunkvollen Verzierungen und Schnitzereien versehen.
Es folgte der Übergang zum Barock: die Zeit der Könige. Der Beginn der Perfektion an Technik, Umsetzung und Möbel. Der Trend geht zum Exklusiven, Außergewöhnlichen, zum Prunk.
Exotische Mahagoni- und Ebenhölzer, Palisander und Seidestoffe werden im Material-Mix verwendet: Schnitzereien und Veredelung bilden die Krönung eines jeden Möbelstück.
Mitte des 18. Jahrhundert: das Schreinerhandwerk und die Möbelbauer auf ihrem Höhepunkt. Neben dem Prunk dominiert jetzt vor allem die Cleverness bei der Möbelherstellung: Funktionsmöbel mit Fächern, Schreibtische und Sekretäre mit Geheimfächern und Schränke mit Mechanismen. Es begann die Zeit, in der Funktion und Design zusammenflossen. Ein Möbel war nicht mehr nur zweckdienlich oder prunkvoll – die Mischung aus beiden Attributen spiegelte sich in jedem Möbel wieder. Es war die Epoche des Klassizismus.
Der Biedermeier und seine Möbel
Auf Napoleon folgte die Biedermeierzeit. Gemütlichkeit und Standard waren die beiden großen Themen. Ob Vitrinenschrank, Sofa oder Kommode: an jedem einzelnen Möbelstück
wurde die Biedermeierzeit umgesetzt und ist auch heute noch erkennbar und unterscheidet sich massiv von Barock und Klassizismus.
Im Jugendstil und kurzzeitig später folgendem Bauhausstil fanden die heutigen Möbel ihre Ansätze und auch deutlich eine tendenzielle Richtung. Schlussendlich spiegelte jedes Möbelstück jener Zeit auch die Stilrichtungen und Zeiten wieder, in denen es hergestellt wurde. Was anfangs nur als Mittel zum Zweck dienen sollte, wurde mit den Jahrzehnten und Jahrhunderten zum Inventar für Maßstäbe, das Spiegelbild der bürgerlichen Schichten und Wohlhabens.
Heutzutage gibt es eine unglaubliche Vielzahl von und an Möbeln. SB-Möbel, günstige Möbel für Kinder, Jugendliche und Heranwachsende. Möbel für Teens, Trends und Budgets. Massive Vollholzmöbel für den gefüllten Geldbeutel, Designermöbel und Unikate. Massenprodukte, Schreinermöbel oder Importwaren: der Markt entscheidet letztlich für Angebot und Nachfrage. Große Möbelhäuser und Ketten (wie Ikea, Segmüller, Möbel Boss oder Pocco – um nur einige zu nennen) dominieren den Möbel Einzelhandel. Möbel Onlineshops und Möbel Versandhäuser bedienen den bequemen Kunden, der von zuhause aus bestellt.
Nach dem 2. Weltkrieg und mit den Wirtschaftswunderjahren überkam auch die Möbelproduktion eine Industrialisierung, die es zuvor nicht gegeben hat. Schnell wachsende Märkte und die Globalisierung führt dazu, dass heute Möbel sehr günstig produziert werden können. Möbel, die ein Leben lang halten sollen: das war einmal.
Möbel: Möbeltrends werden erzeugt – neue Märkte erschlossen
Was damals noch als Investition in die eigenen vier Wohnwände galt, ist heute schon längst überholt. Alle Jahre wieder wird sich neu eingerichtet. Auf alte Moden folgen neue Trends. Die Designer, Hersteller und Marktbeobachter schaffen jedes Jahr neue Möbeltrends, wecken Interessen und schaffen neue Absatzkanäle.
“Ich gehe heute mal shoppen“ – ein Zitat, das ein jeder von uns kennt. Was sonst als Zitat hörbar und im Bezug auf neue Kleidung gedacht war, lässt sich heute auch gut und gerne über den Kauf neuer Möbel stülpen. Das immer größer werdende Angebot (ob im stationären Handel oder im Versandhandel), die günstigen Produktionskosten und die Massenfertigung haben zur Folge, dass der Möbelkauf nicht mehr als eine große Investition (wie vor Jahren noch üblich) gilt. Nachdem Möbelkauf noch schnell einen Hot-Dog essen: passt zum Gesamtkonsumverhalten, das sich doch sehr stark gewandelt hat.
Renovieren, Wohnen und neu Einrichten
Nicht nur sinkende Einkaufskonditionen haben eine größere Nachfrage geschaffen. Viel mehr ist auch der Wunsch nach neuen Einrichtungsbereichen, aber auch oft wechselnde Wohnsituationen Ursache dieses Phänomen. Studentenwohnungen, Kinderzimmer und Junges Wohnen schreit förmlich nach Veränderungen – ob häuslicher oder gesetzlicher Natur.
Seien wir mal ehrlich: jeder fühlt sich gerne rundum wohl – den Beitrag hierzu leisten besonders die richtigen Wohlfühlmöbel. Verschiedene Geschmäcker, verschiedene Einrichtungsbereiche und verschiedene Budgets sind Hauptverursacher für eine immer schneller werdende Fluktuation an Möbeln.
Möbel gut – alles gut. Übrigens: Wunderbar kann man heute Möbel online kaufen.
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